Versickerung

Niederschlagswasser

Erfassungsunterlagen

Versand der Erfassungsunterlagen: ab 01.04.2016

Sie erhalten folgende Unterlagen:

  • Anschreiben

  • Erfassungsbogen mit Aufstellung der ersichtlich befestigten Flächen und Darstellung dieser Fläche in einem Lageplan des Grundstücks

  • Luftbild

  • Merkblatt zum Ausfüllen des Bogens

  • Freiumschlag für die Rücksendung des Erfassungsbogens

Ihre Mithilfe

Aus dem Luftbild können nicht alle Sachverhalte einer Grundstücksentwässerung abgeleitet werden, deshalb sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

Wir bitten Sie, im Rahmen des bevorstehenden Bürgerbeteiligungsverfahrens in Ihrem Erfassungsbogen die Angaben aus der Luftbildauswertung zu kontrollieren sowie ggf. zu korrigieren und diesen unterschrieben an den Abwasserbetrieb Troisdorf zurückzusenden.

Bitte nutzen Sie das Angebot des Abwasserbetriebes Troisdorf und kommen Sie zur Bürgerberatung in die Poststr. 105. Dort helfen wir Ihnen gerne beim Ausfüllen Ihres Erfassungsbogens.

Abrechnung der Niederschlagswassergebühr

Wenn das Niederschlagswasser nicht im Erdreich versickern kann, muss es zwangsweise in den öffentlichen Kanal eingeleitet werden. Der ABT betreibt ein 400 Kilometer langes Kanalnetz mit zahlreichen Rückhaltebecken. Diese Investition, ihre Instandhaltung sowie die Aufbereitung des Abwassers in der Kläranlage kostet Geld, das in Form von Gebühren auf die Bürger umgelegt wird. (§ 5 Absatz 1 ff, Abwassergebührensatzung vom 08.06.2006)

Befliegung und Flächenermittlung

 

In regelmäßigen Abständen werden Luftbilder vom Troisdorfer Stadtgebiet gemacht. Diese Luftbilder stehen den unterschiedlichen Behörden und Institutionen zur Verfügung. Sie werden, wie in unserem Fall, mit Hilfe eines geografischen Informationssystems (GIS) für die Erhebung von Niederschlagswasserflächen genutzt. Es gibt aber weitere Anwendungsgebiete für die Luftbilder.

Grundstücksbildung

Grundstück Musterstr. 47 setzt sich aus 7 Flurstücken zusammen.

 

Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen. Damit nicht unnötig viele Erfassungsbögen versendet werden, unterscheiden wir folgende Fälle:

Fall 1: Mehrere räumlich aneinander angrenzende Flurstücke mit einem/r Eigentümer/in

  • 1 Erfassungsbogen

Fall 2: Mehrere räumlich aneinander angrenzende Flurstücke mit einem/r Eigentümer/in, jedoch mit mehr als einer eindeutig zuzuordnenden Hausnummer

  • 1 Erfassungsbogen je Hausnummer

Fall 3: Nicht direkt an das Hauptgrundstück/-flurstück angrenzende Flurstücke mit einem/r Eigentümer/in, wie z.B. Garagen

  • 1 Erfassungsbogen

Wichtig!

Sofern bei einem Grundstück mehrere Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind, erhält lediglich ein Eigentümer stellvertretend diese Unterlagen und ist verpflichtet, die Entwässerungssituation für das gesamte Grundstück mitzuteilen (nicht nur für den ihn betreffenden Eigentumsanteil). Bitte stimmen Sie Ihre Angaben mit den anderen Grundstückseigentümern ab.

Erläuterung der Versiegelungsfaktoren

Nicht alle versiegelten Flächen oder Dachflächen sind vollständig wasserundurchlässig. Um diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen, wurden sogenannte Versiegelungsfaktoren eingeführt.

Diese reduzieren die tatsächliche angeschlossene Fläche um den Grad ihrer Rückhalte- bzw. Versickerungsfähigkeit.

2 Versiegelungsfaktoren für Dachflächen

  • Flachdach, geneigtes Dach 100%

  • Bepflanztes Gründach 50%

2 Versiegelungsfaktoren für Hof-, Straßen- und Wegeflächen

  • Asphalt, Beton, Pflaster 100%

  • Rasengittersteine, versickerungsfähiges Pflaster (Sicker- bzw. Drainpflaster mit Nachweis) 0%

Dachfläche

Maßgebend für die Niederschlagswassergebühr ist die auf die Waagerechte projizierte Dachfläche. Das bedeutet, die Fläche des Grundrisses zuzüglich des Dachüberstands.

Zisterne mit Überlauf an den Kanal = Gebührenpflichtig

Wenn der Überlauf einer Zisterne an einer öffentlichen Abwasseranlage angeschlossen ist, muss für die an der Zisterne angeschlossene Fläche die volle Niederschlagswassergebühr erhoben werden.

Zisterne mit Überlauf in den Garten = Gebührenfrei

Wenn der Überlauf einer Zisterne an eine private Versickerung angeschlossen ist, wird für die an der Zisterne angeschlossene Fläche keine Niederschlagswassergebühr erhoben. Hierbei bitte die Art der Versickerung beachten und ob hierfür eine Genehmigung des Rhein-Sieg-Kreises erforderlich ist. Fragen hierzu beantworten wir Ihnen gerne.

Indirektentwässerung

Die Zufahrt des Grundstücks 1 entwässert in eine private Entwässerungsrinne, die über die Grundstücksentwässerung am öffentlichen Kanal angeschlossen ist. Für diese Zufahrt muss demnach Niederschlagswassergebühr gezahlt werden. Das Gleiche gilt auch, wenn die Zufahrt ohne Entwässerungsrinne über den Gehweg zur öffentlichen Straße entwässert (vgl. Grundstück 2). Das so abfließende Niederschlagswasser gelangt über einen Sinkkasten oder ähnliche Vorrichtungen ebenfalls in die öffentliche Kanalisation. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Indirektentwässerung über öffentliche Flächen. Deshalb ist auch diese Fläche (Zufahrt, Grundstück 2) in der Summe der angeschlossenen privaten Entwässerungsfläche von Grundstück 2 zu berücksichtigen.


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