Kläranlagen
Troisdorfer Wasser wird überwiegend in der Kläranlage Müllekoven, die durch den Abwasserbetrieb Troisdorf betrieben wird, gereinigt. Die Stadtteile Troisdorf, Troisdorf West, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Oberlar, Sieglar, Eschmar, Rotter See, Kriegsdorf, Müllekoven und Bergheim bilden das Einzugsgebiet dieser Kläranlage.
Hinzu kommen noch weitere vier Kläranlagen, die ebenfalls an der Reinigung des Troisdorfer Abwassers beteiligt sind:
- Kläranlage Wahn
- Kläranlage Lülsdorf
- Kläranlage Donrath
- Kläranlage Niederkassel
Regenwasserbehandlung
Im engen Zusammenhang mit den Kläranlagen sind die Regenwasserbehandlungsanlagen zu sehen.
Bei starken Regenfällen steigt die Menge des abzuleitenden Abwassers deutlich an: in dicht besiedelten Innenstadtbereichen kann der Regenwetterabfluss das Hundertfache des reinen Schmutzwassers betragen. Für eine so große Schwankungsbreite kann keine Kanalisation ausgebaut werden. Regenrückhaltebecken und Staukanäle sind erforderlich.
Aber auch die Kläranlagen, deren Reinigungsleistung im Wesentlichen durch lebende Mikroorganismen erbracht wird, können Mengenschwankungen nur begrenzt verkraften.

In Troisdorf gibt es deshalb insgesamt 8 so genannte Regenüberlaufbecken. 5 liegen im Einzugsgebiet der Kläranlage Müllekoven (ein weiteres ist dort geplant), 3 sind der Kläranlage Donrath zugeordnet und werden vom Aggerverband betrieben.
Aufgabe der Regenüberlaufbecken ist es, den Regenwetterabfluss mechanisch zu reinigen und überschüssige Mengen direkt in die Flüsse abzuleiten. Sie sind so konstruiert, dass die erste Schmutzwelle nach Beginn eines starken Regens auf jeden Fall zur Kläranlage gelangt. Regenüberlaufbecken stellen zwar zusätzliche Einleitungen und damit auch Belastungen für die Flüsse dar, schützen andererseits aber vor einem Absinken der Reinigungsleistung der biologischen Kläranlagen. Mit aufwändigen Berechnungen wird sichergestellt, dass für das Gewässer eine optimale Lösung gefunden wird.